Rechts vom "Sänger" an der Nordseite: "Geistesgruß"
Der Geist des edlen Ritters steht im fahlen Mondlicht. Das wehende Haar, der weite Mantel und der zum Gruß erhobene Arm lasse eher die Schwäche und Hinfälligkeit des Geistes erahnen. In der Sturmhaube des Ritters hat sich eine Eule einquartiert. Die Ruinen, ehemals stolzer Burgen im Vorder- und Hintergrund, weisen auf das Vergängliche hin. Die Gesellschaft von vier Fahrensleuten in dem Boot auf dem Fluss grüßen den Geist freundlich, aber ohne erschrocken zu sein und Ehrfurcht zu zeigen. Den Gruß des Geistes erwidert die illustre Gesellschaft mit erhobenem Becher. Quandt verstand Goethes Ballade in erster Linie als eine Art der Verherrlichung des Rittertums und des Mittelalters generell.
Peschel hingegen schien das Anliegen Goethes besser zu interpretieren und versinnbildlichte Goethes ironischen, mitunter spöttischen Ton in vielen Teilen seines Freskos- das Mittelalter und seine heldenhaften Ritter gehören schon lange der Vergangenheit an.