An des Ostseite des Saales: "Der Fischer"
„Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll, netzt’ ihm den nackten Fuß;
Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll, wie bei der Liebsten Gruß.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm; da war’s um ihn geschehn:
Halb zog sie ihn, halb sank er hin, und ward nicht mehr gesehn.“
Wer kennt sie nicht die letzte Strophe der Ballade „Der Fischer“, die Goethe im Jahre 1779 schuf.
Der Fischer in Gestalt eines Jünglings im roten Gewande sitzt gedankenversunken am Ufer eines auf- und abschwellenden Baches. Die Fluten teilen sich und ihnen entsteigt eine blonde, langhaarige Nixe, die den Jüngling verlockend und verführerisch ansieht. Liebevoll, schüchtern, aber herausfordernd streicht sie mit der linken Hand sein Kinn. Sie fragt ihn, warum er Jagd auf Ihresgleichen macht und erzählt und singt ihm von der Schönheit ihrer Unterwasserwelt. Der Fischer verfällt ihrem Gesang und folgt der Nixe in die Tiefe, woraufhin er von keiner Menschenseele mehr gesehen wird. Text und das daraus entstandene Fresko zeigen die Schönheit der Natur, das Verführerische und Mystische dieser Welt.